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Schwerbehinderung oder nur GdB?

Prinzipiell wünscht man sich ja nicht unbedingt schwerbehindert zu sein. Ist man aber dann nun mal im Rollstuhl, ist es schon nicht schlecht, wenn man einen derartigen Ausweis in der Tasche hat.

Auch ich kann und möchte auf entsprechende Nachteilsausgleiche nicht verzichten. Allein schon um einen Parkausweis zu bekommen, benötigt man mindestens GdB 50! Also beantrage ich einen entsprechenden Ausweis.

Bei meinem Glück ist klar, dass das nicht auf Anhieb funktioniert.Ich bekomme erst mal nur einen GdB von 40. Lächerlich.

Nur mal zum Vergleich: Meine Nachbarin mit ihren offenen Beinen hat GdB 100, ein Bekannter mit Diabetes hat GdB 80 und ein Freund dem zwei Finger fehlen hat GdB 60 - was sagt ihr nun dazu???Dass ich Widerspruch einlege steht ausser Frage. Langsam werde ich Meister darin...

Irgendwann kommt dann eine Aufforderung, ich möchte doch im April (2011) nach München ins Versorgungsamt kommen und mich dort ärztlich untersuchen lassen. “?????”

Ich rufe an und lasse mich zu der Ärztin durchstellen. Ich frage sie, wie sie sich denn das vorstellt, dass ich dahin kommen soll? Ob sie das Taxi bezahlt? Und ob sie denn die ganzen Berichte nicht durchgelesen hätte, dass man mich nochmal untersuchen müsse. Meinen Sie denn, es hat sich in der Zwischenzeit viel geändert? Mein sie, ich hüpfe wieder fröhlich rum?

Ihr ist das relativ unangenehm, dass ich so direkt bin, sie müsse sich das nochmal durchlesen und rufe zurück. Natürlich ruft keiner zurück.

Der Termin für April rückt näher und ich rufe nochmals dort an. Widerwillig stellt man mich zu der Ärztin durch. Diese hat scheinbar wider Erwarten ihre Hausaufgaben gemacht. Weiß von meinem Fall und meint, ich müsse natürlich nicht kommen. Sie könne das selbstverständlich nach Aktenlage machen, der Fall sei ja wohl klar....

Wenige Tage später habe ich meinen Schwerbehindertenausweis mit GdB 100 und entsprechender Wertmarke. Na bitte, geht doch. Warum eigentlich nicht gleich so???

 
Rente:

Da beschwert sich das Deutsche Volk, dass es so viele Arbeitslose gibt. Es gibt aber auch Leute, die Arbeiten wollen und die man nicht lässt. Ich zum Beispiel.

Mein Antrag auf Umschulung wurde abgelehnt. Weil man ja nicht wisse wie lange und in welcher Art ich arbeiten könne. Und wenn ich dann einen Job am PC habe und es geht mir doch schlechter, wäre die Umschulung wortwörtlich umsonst. Klar, es geht doch immer nur ums Geld.

Ich konfrontiere die ArGe-Leute mit Stephen Hawking, wer das denn sei und ob man den kennen müsse fragen die mich.... also nein....

Jedenfalls erkläre ich, dass ich selbst dann, wenn meine Krankheit in naher oder ferner Zukunft schlimmer wird, am PC arbeiten könne, dass es verschiedenste Techniken gäbe die Behinderung zu kompensieren.... aber was rede ich... die wollen nicht.Das kostet alles und sei nicht rentabel. Aber dass Arbeit und die Ablenkung für mich ein Stück mehr Lebensqualität ist, interessiert nicht.

Ich sei nicht zu tragen für die ArGe und solle Rente beantragen. Toll. Rente mit 29 Jahren. Ist ja spitze.

Also gut. Was bleibt mir anderes übrig. Im Februar 2011 stelle ich Antrag auf volle Erwerbsunfähigkeits-Rente. Ab Oktober 2011 bekomme ich diese nun. Dennoch darf ich bis zu drei Stunden täglich arbeiten. Wie sich das anhört. Ich “darf” arbeiten... Welch Paradoxon in unserem Sozialstaat... wie auch immer...

Ich darf und ich werde... Irgendwie werde ich schon etwas finden. Bin für alle Angebote offen. Aber mehr wie drei Stunden schaffe ich nicht. Schmerzen, Anstrengung und Konzentration lassen längere Zeiten nicht zu. Das hätte ich nie gedacht. Insofern hatte die ArGe vielleicht doch gar nicht so unrecht... leider... 

 

Pflegestufe:

Das einzige was ja mal auf Anhieb geklappt hat. Pflegestufe I wurde beantragt und II habe ich im November 2010 erhalten.

 

Autoumbau:

 

Bereits im Februar 2011 bin ich mit dem verschiedensten Geräten probegefahren und habe mir dann vom Umbauer ein Angebot machen lassen.

Dass man bei uns auf dem Land als Familie ein Auto braucht ist indiskutabel. Einkäufe, Kinder ins Training fahren usw... es geht nicht anders.

Wer ist zuständig? In erster Linie das Arbeitsamt. Da ich aber nicht arbeite, sind diese aus dem Schneider.

Ich nehme Kontakt zur ortsnahen Caritas auf und lasse mich beraten.Gemeinsam beantragen wir den Umbau über den Bezirk Oberbayern. Natürlich wird dies abgelehnt. Ich könne ja auf Behindertenfahrdienste und öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Im Widerspruch versuche ich klar zu machen, dass wir hier auf dem Land leben. Hier gibt es keine Fahrdienste, zwar fährt die Sozialstation schon mal zum Einkaufen, aber das ist nicht die Regel und muss bezahlt werden. Auch möchten wir als Familie am “sozialen und kulturellen Leben teilhaben”, aber auch dies wird abgeblockt.

Ich bin am Boden zerstört. Ich fahre doch sooo gern Auto. Und wir brauchen es. Schule, Kindergarten, Trainingstätten und Einkaufzentren sind nicht am Ort.

Wir beantragen den Umbau über Stiftungen. Füllen Anträge aus. Im August 2011 steht dann endlich die Finanzierung des Umbaus. Doch nun macht mein Auto schlapp. Der Bremskraftverstärker spinnt und der Umbauer weigert sich, das Auto so in den Verkehr zu lassen. Verständlich. Doch die Zeit drängt, denn die Zusagen sind zeitlich befristet.

Wir bringen das Auto von einer Werkstatt in die Andere, doch keiner findet die Ursache. Jeder sagt nur, was sein könnte.... meine letzte Hoffnung ist ein Chryslerhändler in München. Und der findet auch den Fehler. Ein Wackelkontakt am ABS-Stecker. Wie simpel. Soll ich nun lachen oder weinen?????

Im Oktober kann dann mein Auto nun endlich umgebaut werden. Oh ich freue mich so. Und mein Mann, der selbst keinen Führerschein hat, auch. Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit ist mein Auto wieder da. Umgebaut steht es bereit.

In den ersten Tagen fahre ich gleich mal gut 100km und probiere aus, wie ich den Rolli am Besten ins Auto bekomme, wenn ich mal allein unterwegs bin. Alles klappt super. Ich bin ja soooo froh... endlich wieder ein Stück mehr Unabhängigkeit, ein Stück mehr Lebensfreude :-)

Ich hoffe nur, dass mir mein doch schon relativ altes Auto noch viele Jahre erhalten bleibt.

 

Story by "Anonymus"
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